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Tourenbericht: Rennrad Slowracer Holzkirchen - Grafing

21.06.2026

Sommer, Sonne, Slow Racer. Die Frauen* auf dem Rennrad unterwegs

Eine „mittellange“ Slow-Racer-Tour mit rund 90 km und 1100 Höhenmetern stand am Sonntag auf dem Programm – und das bei vorhergesagten Temperaturen jenseits der 30 Grad. Das flößte einigen Mitradlerinnen durchaus Respekt ein und veranlasste die Tourleiterin vorsorglich zu einer alternativen Streckenplanung mit (etwas) weniger Höhenmetern und mehr Badestellen. (Spoiler: Wir sind dann doch ganz sportlich die Originalroute gefahren 😉.)

Bei noch angenehm frischen Temperaturen rollten wir zunächst die ersten rund 25 Kilometer entspannt von Holzkirchen Richtung Tegernsee. Dort wurde am idyllischen Seeufer der erste Badestopp eingelegt – inklusive Abkühlung und Bewunderung ob der ganzen Massen, die den Tegernsee-Marsch absolvierten.

Frisch erholt ging es anschließend in den anspruchsvollsten, aber auch landschaftlich sehr schönen Teil der Tour. Einige durchaus knackige Anstiege warteten auf uns, glücklicherweise meist im Schatten gelegen. Dazwischen sorgten herrliche Abfahrten nicht nur für die notwendige Regeneration, sondern auch für willkommene Abkühlung. So arbeiteten wir uns langsam, aber stetig dem „rettenden“ Irschenberg entgegen, hinter dem die wohlverdiente Einkehr bereits lockte.

Ein völlig unerwartetes Highlight wartete jedoch noch kurz davor auf uns: eine traumhafte Badestelle an der Mangfall mit kleiner Naturrutsche für die Schmerzbefreiten. Da wurden die Räder kurzerhand geparkt und eine spontane Zusatzpause eingelegt.

Währenddessen zogen überraschend immer mehr Wolken auf – fast so, als wollten sie uns freundlich Richtung Wirtshaus schieben. Dort konnten wir unsere Energiespeicher mit ausgezeichnetem Essen wieder auf ein vernünftiges Niveau bringen.

Gut gestärkt ging es anschließend auf die letzten welligen 25 Kilometerweiter Richtung Grafing, unserem Zielort. Ein wenig Nieselregen sorgte zuerst für zusätzliche Erfrischung (und etwas Sorge, wo das Gewitter hinzieht). Danach wurde es aber gleich wieder dampfig und dank der Spinatknödl  gab es nun kein Halten mehr. Der Antrieb wechselte damit offiziell von Muskelkraft auf Knödelkraft.

Alles in allem also ein rundum gelungener sportlicher Sommertag mit allem, was dazugehört: angenehmen Fahrstraßen, tollen Badestellen, leckerem Essen – und vor allem einer großartigen Gruppe von Mitradlerinnen. Und ganz nebenbei hat sich gezeigt, dass 90 Kilometer und 1100 Hm bei über 30 Grad deutlich harmloser sind, wenn man unterwegs genügend Badestellen findet.