Also war der Plan: 4 Tage Tromsö mit günstiger Halbpension in einem zentral gelegenen Hotel und 4 Tage in den Lyngenalps in einem schönen und großen Ferienhaus (6 Schlafzimmer!).
Lufthansa bietet Samstags einen Direktflug München und Tromsö an. Da wir gerne einen Tag länger bleiben wollten, ging der Rückflug über Frankfurt. Dazu später.
- Tag: Flug (alles gut geklappt) und Tromsö erkunden und nachts versuchen ausserhalb von Tromsö Nordlichter zu sehen. Hat nicht wirklich geklappt.
- Tag: Tour auf den Buren (802 m). Es waren auch noch etliche andere Gruppen unterwegs. Gipfel nach einer langen Querung (nervig für Splitboarder) zu erreichen. Direkte Abfahrt dann traumhaft. Steil mit tollem Pulverschnee. Windgeschütze Pause auf der Hälfte vom Berg. Nochmal hoch und auf einer Alternativabfahrt bis zur Straße/Meer runter. Allerdings mussten wir ca 20 Minuten zurück zu den Autos tragen. War's wert. 1150hm
- Tag: Constantin wollte unbedingt auf den Tromsdalstinden. Das ist mehr oder weniger der Hausberg von Tromsö, der alles überragt: 1238m
Parkplatz hatte komische Schilder, die wir erst später verstanden....Langer langer (aber sicherer) Aufstieg rechts rum. Am Gipfel merkte Dietmar dann, dass ein Teil seiner Splitboardbindung gebrochen war (unglaublich, sollte nicht passieren!). Mit vereinten Kräften und Kabelbindern konnten wir sie am Board fixieren, so dass eine Abfahrt möglich war. Diese war eigentlich auch gut - wenn man davon absieht, dass wir als Gruppe wohl ein recht großes Schneebrett rechts von uns auslösten, das uns doch einen Schreck verursachte (es ging an der steilsten Stelle ab). Es kam dann überraschend auch sehr schnell ein Hubschrauber, der schaute, ob jemand erwischt worden war, aber zum Glück war alles ok. Rest der Abfahrt war sehr gut. Leider hatten wir aber Strafzettel für falsch-parken bekommen. In dem gesamten (!) Wohngebiet war das Parken verboten (als Tourist checkt man das nicht). Ca 1300hm, 20km.
- Tag: Dietmar durchforstete früh die Tromsöer Shops nach einer Snowboardbindung (ergebnislos). Man hätte aber für viel Geld ein Splitboard ausleihen können.... Netterweise verkaufte ein finnischer Splitboarder seine linke Ersatzbindung, so dass Dietmar den Rest der Woche damit die Touren ging. Wir schauten auch die Arctic Church an und fuhren dann los zu einer kurzen Nachmittagstour: Ullstinden (1078m). Vom Parkplatz direkt schön durch einen lichten Birkenwald hoch auf eine weite Fläche. Die Aussicht vom Gipfel war - wie so oft - fantastisch. Bei der Abfahrt hat man auch viel Platz und kann sich gar nicht entscheiden, wo man seine Schwünge zieht. Abends sahen wir zum ersten Mal Polarlichter. Schöne Fotos vom Hafen aus.
- Tag: Packen und noch eine Tour in den Tromsöer Bergen. Ella hat eine Tour auf der Westseite der Insel Kvaloya rausgesucht, dort war es aber zum einen sauwindig und zum anderen lag unten kein Schnee. Also liefen wir von der "Passtraße" (ca auf 120m) hoch zu einem relativ niedrigen Berg. Danach teilten wir die Gruppe: 4 Leute wurden zum Einkaufen geschickt und die anderen entschieden sich für den Middagstinden (1006m), der einen sehr schönen Gipfelhang hat. Vorher musste man über einen zugefrorenen See. Das war der einzige Berg, auf dem wir komplett alleine waren. Es sind überall viele Skigruppen aus ganz Europa unterwegs und man lernt dauernd nette Leute kennen. Leider war es oben windig, so dass wir nicht zu lange die Aussicht genießen konnten. Abfahrt war überraschend gut. Trotz des Flachstücks mittendrin. Danach treffen mit der Einkaufsgruppe und fahren zur Fähre, die zu den Lyngenalps rübersetzt. Bezug unseres sehr großen Ferienhauses. Mit Sauna und super lieben Hauskatze!
- Tag: Einziger Tag, wo nicht die Sonne schien. Wir entschieden uns zu der Tour, die wir vom Haus weg machen konnten: Steinfjellet (1121m). Das erste Stück wieder durch einen Birkenwald. Oben wieder eine Hochebene. Ab da wars dann leider windig und die lange lange Traverse nervte den Splitboarder.... Gipfelhang war dagegen wieder gut. Die Abfahrt oben hart (nicht aufgefirnt). Im unteren Teil dann teilweise schon zu schwerer Schnee. Aber wir konnten bis zum Haus abfahren. ca 1180m
- Tag: Fahrt zum Hauptort Lnygseidet und von dort zum sehr matschigen Parkplatz hoch: Das hatte den Vorteil, das man vom Parkplatz aus losgehen konnte. Alles schon schön aufgefirnt, so dass man keine Harscheisen brauchte. Heutiger Berg war der Fastdalstinden mt 1275m und einer langen Flachpassage. Gipfel aber wieder wunderschön mit einem breiten Gipfelhang. Wetter perfekt! Und abends (ca 23 Uhr) sahen wir sehr schöne Polarlichter!
- Tag: Letzter Tourentag: Nach langer Diskussion entschieden wir uns für den Storgalten (1219m). Wie befürchtet (Westhang!) war der Zustieg hart und noch nicht aufgefirnt,so das man teilweise Harscheisen brauchte bzw man einen steilen Teil sogar zu Fuss stapfen musste. Am Joch teilten wir die Gruppe: Dietmar und Ella entschieden sich für die "wir wollen schönen Firn" Variante und fuhren die schön aufgefirnte Ostseite 2 mal ab, während die Abenteuergruppe zum Gipfel stieg und dort dann überrascht feststellte, dass es eine Alternativ-Abfahrt gab, die nicht auf den Karten oder im Tourenbuch eingezeichnet war. Dadurch vermeidet man den harten Gipfelhang. Abfahrt war dann ein Abenteuer, das aber gut ausging. Einziger Nachteil: zu Fuss ca 2.5km zum Auto. Insgesamt kamen beide Gruppen total auf ihre Kosten :)
- Tag: fing mit einem Schrecken an: Lufthansa hatte unseren Flug Frankfurt-München storniert. 5 Leute wurden automatisch auf einen späteren Flug umgebucht. 3 Leute mussten sich mühsam mit der Hotline auseinandersetzen und ihnen wurde dann der Zug angeboten. Packen, Frühstücken, zur Fähre fahren. Früh am Flughafen sein und Gepäck aufgeben (Problem bei den Flügen nach Tromsö ist, dass fast jeder Passagier Skigepäck hat und alles deshalb länger dauert). Da wir viel Zeit hatten, liefen wir noch ein bisschen am Meer umeinander und sammelten Muscheln. In Frankfurt trennten sich dann die Gruppen. Bei der Fluggruppe kamen nur die Priority eingecheckten Ski an. Die anderen blieben in Frankfurt hängen. Bei der Zuggruppe kam dagegen ein Koffer nicht an. Lufthansa war auch schon mal besser.....
Mit auf Tour waren Constantin, Dietmar, Ella, Frank, Martin, Stevie, Sven und Uli. Jede(r) trug zum Gelingen der Skitourenreise bei!