© goc/julia

Frauen* auf Tour: Tourenbericht Roßstein

Um 9:30 Uhr morgens ging es bei bestem Kaiserinnenwetter am Parkplatz mit dem schicken Bio-Holzklo los in Richtung Roßstein. Zunächst standen 1,5 Stunden steiler Aufstieg im gepflegten Gänsemarsch bei dampfigen Temperaturen auf dem Programm. Dank reger Unterhaltungen im Damenfeld vergingen die Höhenmeter jedoch deutlich schneller als gedacht.

Am Sonnberg war es Zeit für die erste verdiente Müsliriegelpause mit Aussicht auf die Tegernseer Hütte und die Voralpen, bevor es an den (leider viel zu kurzen!) mit Seilen versicherten Kraxl-Abschnitt ging. Dieser wurde von allen mit erstaunlicher Leichtigkeit und sichtlicher Begeisterung gemeistert.

Pünktlich zur Gipfelrast am Roßstein zeigte sich die Sonne gnädig und zog sich hinter die Wolken zurück, sodass die  wohlverdiente Pause ohne akute Sonnenbrandgefahr etwas länger ausgefallen ist als geplant. Den Besuch der überfüllten Tegernseer Hütte ließen wir aus taktischen Gründen aus, beobachteten dafür aber fasziniert einige besonders ambitionierte Gipfelstürmer beim Hochklettern auf den Buchstein – eine Mischung aus Bewunderung und der stillen Frage: „Muss das wirklich sein?“

Der Rückweg entpuppte sich als herrlich abwechslungsreiche Genusstrecke: Über einen schönen schattigen Waldweg, vorbei an einer kleinen Schlucht und immer begleitet von wunderschönen Blumen am Wegesrand– also quasi der Wellnessbereich unter den Abstiegen.

Als wäre das nicht schon genug gewesen, warteten zum krönenden Abschluss noch eine Abkühlung auf uns, der Tegernsee für den Körper und ein Eis für die Seele. Ein perfekter Bergtag also – inklusive allem, was das Wanderinnenherz begehrt.