Gipfelrausch im Stubai

Traditionelle Vortour zum Sektionswochenende 2027 – diesmal in schwer

Beschreibung

Drei Jahre, drei Vortouren, drei unvergessliche Abenteuer. Was als fixe Idee begann, ist inzwischen eine kleine Tradition geworden: Gemeinsam stimmen wir uns auf das Sektionswochenende mit einer außergewöhnlichen Hüttentour ein. 2027 erwartet uns dabei wohl die spektakulärste, aber auch schwierigste Route bisher.

Wir überschreiten den Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Südtirol, besteigen gleich mehrere aussichtsreiche Dreitausender und bewegen uns tagelang in einer der eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften der Ostalpen. Schroffe Kalkberge, vergletscherte Gipfel, blühende Höhenwege, einsame Übergänge und urige Hütten machen diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Diese Tour richtet sich ausschließlich an sehr trittsichere, schwindelfreie und technisch versierte Bergwanderer, die auch im weglosen Geröll, in steilen Blockfeldern sowie bei leichten, aber exponierten Kletterstellen (UIAA I) sicher unterwegs sind. Mehrere Etappen sind lang, fordernd und bewegen sich über weite Strecken im hochalpinen Gelände. Dafür werden wir jeden Tag mit grandiosen Landschaften, großartigen Gipfeln und außergewöhnlichen Ausblicken belohnt.

Wer eine anspruchsvolle Bergwoche sucht, die lange in Erinnerung bleibt, wird auf dieser Tour voll auf seine Kosten kommen.

 
Freitag, 2. Juli 2027 Vom Nösslachjoch über den Lichtsee zur Trunahütte

12 km | 450 hm

Unsere Tour beginnt entspannt mit der Auffahrt zur Bergeralm. Vom Nösslachjoch wandern wir aussichtsreich über den sanften Bergrücken, während sich vor uns bereits die markanten Felsgestalten der Tribulaune aufbauen. Der türkis schimmernde Lichtsee lädt zu einer ausgedehnten Rast ein – wer möchte, kann sich bei einem Bad auf die bevorstehenden Tage einstimmen.

Am Nachmittag steigen wir zur gemütlichen Trunahütte ab und genießen den ersten Hüttenabend mitten in den Stubaier Alpen.

Übernachtung auf der Trunahütte (private Hütte)

 
Samstag, 3. Juli 2027 Über Trunajoch, Muttenkopf (2.638 m) und Gstreinjöchl zur Gschnitzer Tribulaunhütte

13 km | 1.400 hm

Schon am zweiten Tag zeigt die Tour ihren Charakter. Wir überschreiten das Trunajoch und steigen auf den aussichtsreichen Muttenkopf. Von seinem Gipfel reicht der Blick weit über die Stubaier und Zillertaler Alpen bis zu den Dolomiten.

Anschließend folgen wir einem der schönsten Höhenwege der Region. Immer wieder eröffnen sich beeindruckende Tiefblicke ins Gschnitztal, während die mächtigen Tribulaune immer näher rücken. Über das Gstreinjöchl erreichen wir schließlich die Gschnitzer Tribulaunhütte der Naturfreunde am Fuße der gewaltigen Nordwände.

 
Sonntag, 4. Juli 2027 Gschnitzer Tribulaun (2.946 m) – Schneetalscharte – Pflerscher Tribulaunhütte

9 km | 1.300 hm

Heute wartet einer der alpinen Höhepunkte der gesamten Woche.

Durch das wilde Schneetal steigen wir über Schutt- und Geröllfelder zur Schneetalscharte auf. Nach einem kurzen Rucksackdepot beginnt der Gipfelanstieg auf den Gschnitzer Tribulaun. Die letzten Meter führen über einfache, aber ausgesetzte Kletterei im ersten Schwierigkeitsgrad auf einen der markantesten Gipfel der Region. Der Tiefblick auf beide Seiten des Alpenhauptkamms und das Panorama bis zu den Dolomiten sind schlicht überwältigend.

Nach dem Gipfelerlebnis überschreiten wir die Schneetalscharte. Hier wartet eine sehr luftige, exponierte Passage am Fixseil auf uns. Es folgt ein traumhafter Abschnitt auf dem Pflerscher Höhenweg: Edelweiß wächst am Wegesrand, Schmetterlinge begleiten uns über blühende Bergwiesen, während links das Gelände steil ins Tal abfällt und rechts die senkrechten Felswände der Tribulaune aufragen.

Montag, 5. Juli 2027 Weißwand (3.016 m) – Magdeburger Hütte

7 km | 800 hm

Nach den eindrucksvollen Tribulaunen führt uns der Weg hoch über dem Pflerschtal weiter. Über aussichtsreiche Bergpfade steigen wir zur Weißwand auf und überschreiten die Dreitausendermarke.

Vom Gipfel öffnet sich ein fantastischer Rundblick über die Stubaier Gletscher, die Tribulaune und weit hinein nach Südtirol. Anschließend erreichen wir die Magdeburger Hütte, die eindrucksvoll in hochalpiner Umgebung liegt.

Dienstag, 6. Juli 2027 Überschreitung des Alpenhauptkamms – Bremer Hütte – Simmingjöchl – Nürnberger Hütte

10 km | 1.000 hm

Heute erwartet uns die wohl anspruchsvollste Etappe der gesamten Tour.

Der Übergang von der Magdeburger zur Bremer Hütte verlangt volle Konzentration. Trittsicherheit, sicheres Gehen im Blockgelände und alpine Erfahrung sind hier unverzichtbar. Nach der Bremer Hütte folgen wir einem besonders eindrucksvollen Abschnitt des Stubaier Höhenwegs über das Simmingjöchl. Durch das landschaftlich eindrucksvolle Paradies erreichen wir schließlich die Nürnberger Hütte.

Immer wieder ziehen die mächtigen Feuersteine den Blick auf sich und begleiten uns den ganzen Tag.

Mittwoch, 7. Juli 2027 Ferner Seen – Rotgratscharte (3.007 m) – Teplitzer Hütte

7 km | 800 hm

Zwischen Wildem Freiger, Rotem Grat und den Feuersteinen bewegen wir uns heute durch eine hochalpine Landschaft aus Fels, Firnresten und kristallklaren Bergseen.

Der Anstieg zur Rotgratscharte führt mitten hinein in die eindrucksvolle Gletscherwelt der Stubaier Alpen. Nach der Überschreitung des Alpenhauptkamms folgt der Abstieg zur urigen Teplitzer Hütte.

 
Donnerstag, 8. Juli 2027 Egetenseen – Schneeberg-Scharte – Schneeberghütte

13 km | 1.000 hm

Heute wechseln sich Natur und Geschichte auf eindrucksvolle Weise ab. Vorbei an den einsam gelegenen Egetenseen steigen wir zur Schneeberg-Scharte auf und genießen noch einmal beeindruckende Ausblicke über den Alpenhauptkamm.

Der anschließende Abstieg führt mitten hinein in das historische Bergbaugebiet von Schneeberg. Alte Knappenhäuser, Stollen und Zeugnisse jahrhundertelanger Bergbaugeschichte verleihen dieser Etappe ihren ganz besonderen Charakter.

 
Freitag, 9. Juli 2027 Über Karlscharte und Windachscharte zur Siegerlandhütte

9 km | 800 hm

Zum Abschluss wartet noch einmal eine aussichtsreiche Höhenetappe. Über Karlscharte und den malerischen Timmler Schwarzsee erreichen wir die Windachscharte, bevor wir zur Siegerlandhütte absteigen.

Dort stoßen wir auf die übrigen Teilnehmer*innen des Sektionswochenendes. Nach acht intensiven Tagen voller Gipfel, Überschreitungen und außergewöhnlicher Landschaften endet unsere traditionelle Vortour dort, wo das gemeinsame Hüttenwochenende beginnt.

Im Rahmen dieser Tour wird keine Übernachtung am Freitag Abend auf der Siegerlandhütte reserviert. Bitte melde Dich für das Sektionswochenende an oder organisiere Dir selbst eine Übernachtung auf der Siegerlandhütte.

 

Warum solltest du dabei sein?

Weil diese Tour weit mehr ist als eine Hüttenwanderung. Sie verbindet großartige Gipfel mit spektakulären Höhenwegen, überschreitet mehrfach den Alpenhauptkamm und führt durch einige der eindrucksvollsten Landschaften der Stubaier Alpen. Jeden Tag wartet ein neues Highlight – vom Bad im Lichtsee über die Besteigung markanter Dreitausender bis hin zu luftigen Übergängen und einsamen Höhenwegen voller Edelweiß.

Wenn du anspruchsvolle Bergtouren liebst, dich schwierige Wege motivieren und du das Hochgebirge in seiner ganzen Vielfalt erleben möchtest, dann ist diese traditionelle Vortour der perfekte Auftakt zum Sektionswochenende.

Voraussetzungen

Diese Tour ist eine sehr schwere alpine Bergwanderung. Voraussetzung sind ausgezeichnete Kondition für bis zu 1.400 Höhenmeter im Aufstieg an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sowie absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Route führt durch Blockgelände, Geröllfelder, steile Scharten und enthält leichte Kletterstellen bis UIAA I-II. Erfahrung auf vergleichbaren schweren Bergtouren zwingend erforderlich.

Mitgliedschaft im GOC zum Zeitpunkt der Tour obligatorisch

Ausrüstung

Für die Wanderung

  • Stabile Wanderschuhe mit Profilsohle
  • Trinkflasche (mind. 2 Liter)
  • ausreichend Proviant
  • Erste-Hilfe-Set, Blasenpflaster, persönliche Medikamente
  • Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnencreme, Sonnenbrille)
  • Regenschutz (Regendichte Jacke, Regenhose, Regenhülle Rucksack)
  • Kälteschutz (Mütze, Handschuhe, Fleece)
  • Bargeld
  • ggf. Wanderstöcke
  • Steigeisen oder Grödel zum Queren von evtl. Schneefeldern
  • Handy, Ladegerät, Powerbank

Für die Übernachtung

  • Hüttenschlafsack
  • Stirnlampe
  • ggf. Ohrstöpsel
  • Hüttenschuhe bzw. Hausschuhe
  • Kleines Handtuch
  • Waschbeutel mit Zahnbürste, Zahnpasta, Seife/Duschgel, Deo
  • Kleidung für die Hütte
  • DAV-Ausweis, Pass/Personalausweis, Versicherungsausweis
Höhenmeter: 1600 m
Strecke: 15 km
Etappendauer: 9 h
Kondition: sehr groß
Technik: sehr schwer

Details

Termindetails
Fr. 02.07.2027 - Fr. 09.07.2027
Vorbesprechung

Online per Teams

Treffpunkt

Bahnhof Steinach am Brenner

Öffentliche Anreise
Ja
Organisation

01735665212

Qualifikationen
Trainer*in C Bergwandern
Anmeldung

Anmeldung per Mail

Bitte gibt Deine Bergwandererfahrung und eine Kontakt-Telefonnummer an.

Anmeldung bis
30.05.2027
Preis

Kosten für An- und Abreise und Seilbahn des Wanderleiters werden auf die Teilnehmenden umgelegt.

Übernachtung, Verpflegung und Transport (Seilbahn) werden durch die Teilnehmenden selbst vor Ort bezahlt.

Die Hütten wurden vorab reserviert. Bei kurzfristiger Stornierung durch Teilnehmende sind anfallende Stornokosten durch Teilnehmenden zu tragen.

Für die Gschnitzer Tribulaunhütte und die Teplitzer Hütte sind bei Anmeldung 30 € an den Tourenleitenden zu zahlen (Anzahlung).

Maximale Teilnehmeranzahl
7