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Arktische Besteigung des Schafkopfs

Nach den Feiertagen und kurz vor Jahresende ist die morgendliche Anfahrt bei grauem Himmel nichts für Weihnachtsenten …aber für 12 Frauen* auf Tour.

Die Bahn hat die Heizung hoch aufgedreht, dass alle in der Wärme so schläfrig werden, auch eine Ganztagesfahrt mit dem Zug wird in Erwägung gezogen wird. Sogar eine Thermounterhose wird gleich ausgezogen…

In Farchant angekommen, macht uns die Kälte aber wieder aktiv und die Diskussion, ob Gamaschen sexy sind, ist bald unerheblich, da sowieso kaum Schnee liegt. Auch die Grödel bleiben beim Anstieg zum Schafkopf im Rucksack – die Eiswände eines kleinen Wasserfalls werden gekonnt gequeert.

Nach zwei Stunden durch schönen Bergwald gehört der Gipfel heute nur uns. Allerdings ist es eisig kalt, so dass wir uns anschließend etwas tiefer zwischen Fichten und Tannen schutzsuchend vor dem Wind zur Brotzeit zusammendrängen. Thermounterhose wird hier übrigens wieder angezogen...

Zur Stärkung gibt’s noch Plätzchen und einige Stamperl Schnaps. Das erleichtert den anfangs steilen Abstieg zurück ins Tal und die Stimmung bleibt auch weiterhin gut.

Hilde bringt uns dann wie Shackleton alle gut wieder runter und zurück in die warme Bahn.

Da diese Tour sogar direkt eine aus Bochum angelockt hat, hat sich wieder mal bewiesen, dass mit einer netten Gruppe und einer schönen Wanderung auch bei grauem Himmel und eisigen Temperaturen ein toller Bergtag möglich ist.